Erster Stammtisch

Es brauchte drei Versuche (aus privaten Gründen) um endlich zum Stammtisch nach Ottakring zu kommen. Denn so ein Besuch ist nicht immer möglich, wenn man Familienvater ist und Verantwortung hat & gebraucht wird. Immerhin hat es diesmal funktioniert. Endlich konnte ich der IB ein Gesicht und persönliche Merkmale geben.

Ich bereitete mich mit der „richtigen“ Adjustierung vor, dazu zählte mein neues T-Shirt (Defend your clan) und etwas zur Selbstverteidigung (für alle Fälle). Die Aufregung war groß, neue Menschen, neues Lokal und neue Feinde. Leider muss man mit Angriffen der Linksradikalen rechnen, die bekanntlich nicht vor Gewalt, selbst wenn sie tödlich endet, zurückschrecken. Ich selbst bin kein gewaltbereiter Mensch, deswegen möchte ich mich nicht auf meine Fäuste verlassen & habe vorgesorgt. Endlich beim Lokal angekommen!

„Heute wegen geschlossener Gesellschaft geschlossen“ las ich da überraschend auf einem Schild. Anfangs für mich verwirrend, weil ich damit nicht gerechnet hatte. Das ganze Lokal nur für die IB? Wow. Ich betrat trotzdem den Schanigarten und es haben sich schon einige kleinere & größere Grüppchen gebildet. Niemand hatte eine IB-Adjustierung, ich war anscheinend der Einzige. Der schwierigste Moment für mich war, Anschluss zu finden. Auch weil der erste Eindruck am meisten zählt. Ich blieb kurz mittig des Schanigartens stehen und suchte ein freies Plätzchen, jedoch waren schon alle Tische besetzt. Fuck. „Bier!“ war mein nächster Gedanke. Weil ja außerdem sowieso Selbstbedienung war, ging ich ins Gasthaus und besorgte mir eines. Wieder raus zu den anderen. Mittig suchend. Ich wurde von jemanden begrüßt und herzlich willkommen geheißen, er bat mich, mich zu einer kleineren der vielen Gruppen dazu zu gesellen. Wir prosteten. Alles gut.

Im Laufe des Abends lernte ich viele neue nette und vor allem gleichgesinnte Menschen kennen. Ich fühlte mich sehr angenommen. Es ergaben sich einige spannende Diskussionen, die teilweise sehr tiefsinnig und nicht immer politisch waren. Es wurde auch viel gelacht und es herrschte eine große Diversität, was die ganze Sache um einiges spannender machte. Keine Glatzen, keine Nazis und kein Gegröle. Es waren junge Menschen, die normal aussahen und sich in diesem Erscheinungsbild wohl fühlten. Auch ältere Herrschaften waren dabei, die unter anderem auch aufgezeigt hatten, wie ich, als die Frage gestellt wurde, wer zum ersten Mal da sei. Grob geschätzt waren ungefähr 50 Menschen beider Geschlechter da die gemütlich ein Bier tranken, Brote aßen und sich unterhielten.

Umso später es wurde, desto lockerer wurde es. Zum Schluss blieben noch 2 Gruppen zu je 7 Leuten. Es wurde lauter und lustiger, weil der Alkohol schmeckte. Immer noch keine Nazis die Hitlerpropaganda verbreiteten. Ganz im Gegenteil. Selbstreflexion war dieser Bewegung sehr wichtig, denn es waren selbstbewusste junge Menschen, denen ihr Handeln sehr wohl bewusst war und natürlich auch reflektiert damit umgingen. Niemand der Anwesenden wollte mit dem Strafrecht in Konflikt kommen, weil es auch verantwortungsbewusste Menschen waren. Mir schoss der Gedanke durch den Kopf, dass es so früher gewesen sein musste, als die Wiener Kaffeehauskultur entstand. Dort trafen sich Intellektuelle Menschen um sich auszutauschen und zu philosophieren. Denn es war hier nicht der Pöbel anzutreffen, sondern Menschen die sich mit dem Zeitgeschehen auseinandersetzten, politisch interessiert sind und vor allem auch Lösungen parat hatten. Aufgrund des hohen Niveaus, ist die Angst der Linken vor den Identitären gewissermaßen berechtigt. Hier wird nicht nur geredet und diskutiert, sondern auch (friedlich) gehandelt und Aktivismus betrieben. Dieser Aktivismus propagiert nicht, sondern zeigt Fakten auf.

Ich merkte, hier war ich richtig… DyC! Ich freue mich schon auf den nächsten Stammtisch.

Ein Gedanke zu “Erster Stammtisch”

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