Blog

Gesinnungswahn – Linke kaufen nicht bei Rechten

Ein (fast missglückter) politischer Kauf, der überhaupt nicht absehbar war

Über die Plattform willhaben.at hatten wir eine Daunendecke zum Verkauf angeboten, die auch eine Käuferin fand. Wir haben uns völlig unproblematisch einen Termin für die Übergabe ausgemacht.

Sie kam zur ausgemachten Zeit zu uns, es war Abend und meine Frau hat unsere Tochter gerade ins Bett gebracht. Die ca. 30 Jahre alte Dame begutachtete die Decke, roch daran, knuddelte sie um zu spüren wie sich die Decke anfühlte, sie war mit dem Preis/Leistungsverhältnis sehr zufrieden und gab mir ohne zu feilschen das Geld. Ich dachte mir „Sehr gut, das wars„. Ich wollte die Wohnzimmertür öffnen und in dieser Bewegung fragte sie mich noch:

„Ich frage das normalerweise nicht, aber hat sich mit dieser Decke ein FPÖ-Wähler zugedeckt?“

Tja, ich begann zu schmunzeln, wusste worauf es jetzt hinaus lief. In meinem Kopf ratterte es, die Antwort wird entscheiden ob es zum Kauf kommt oder nicht. Es gab jetzt nur zwei Möglichkeiten: den gemütlichen Weg wählen, die Frage zu verneinen und den Kauf hinter mich bringen, oder den wahrscheinlich „ungemütlichen Weg“ zu gehen, zu meinen Ansichten stehen und mich auf eine Diskussion einlassen. Meine Antwort war daher „Ja wieso? Ist das ein Problem?„.

Ich wollte es jetzt wissen, stellte meine Prinzipien über das Geld, über den gemütlichen Weg. Auch in diesem Bereich muss eine Revolution statt finden, die in der Zivilgesellschaft zu spüren ist. Wenn fremde Menschen zusammenkommen, soll es zur Gewohnheit werden, auf Patrioten zu treffen, die keinen Hehl daraus machen. Vor allem auch mit Argumenten beweisen, dass Patrioten keine Nazis sind, denen sehr wohl der Unterschied dessen bewusst ist und Faschismus erkennen.

Dann hat sie mir mitgeteilt, dass Rechte menschenverachtend wären und sie sich deswegen mit so einer Decke nicht zudecken kann, jetzt wo sie es weiß. Ich fragte zurück „Wieso menschenverachtend?„. Das ging dann eine etwas längere Zeit hin und her, mehr als 1 Stunde. Im Wohnzimmer, im stehen. Viele Themen haben wir nur oberflächlich diskutiert, dabei ging es um die Seenotrettung, die Regierung (FPÖVP), Probleme in den Schulen durch Migrantenkinder, Propaganda der Oppositionsparteien (weil 12-Stunden-Tag erwähnt wurde), Unterschiede zwischen Linken & Rechten. Ich habe ihr erzählt, dass ich sozial sehr engagiert bin, einen Nachbarschaftsverein gegründet hatte, Obmann eines Talentetauschkreises war, Zivilcourage zeige und auch selbstlos sein kann. Das hat sie total überrascht, weil sie gedacht hat, dass Rechte asoziale Egoisten seien die den ganzen Tag nur an Hitler denken. Dass auch ich gegen die Regierung auf die Straße gehen würde, wenn die Regierung zu weit rechts abrutscht, hat sie ebenfalls sehr überrascht. Als wir über Rassismus gegen Weiße (in den USA) gesprochen hatten, meinte sie, dass sie ihn nachvollziehen konnte, dabei musste ich einmal schlucken und konnte diese Aussage kaum glauben, vor allem weil sie von Menschen kommt, die tatsächlich glauben, moralisch überlegen zu sein. Sie würde es auch nicht überraschen, wenn „morgen wieder der Faschismus vor der Tür stehen würde, bei dieser Regierung“.

Solche Aussagen haben dann von dem einen zum anderen geführt und dadurch hat sich die Diskussion in die Länge gezogen. Nachdem wir beide unsere Positionen ausgetauscht hatten, musste die Decke vorerst zu Hause bleiben, weil sie mir das Geld zurück gab. Ich war darüber echt überrascht, damit hätte ich nach dieser Unterhaltung nicht gerechnet, denn es bestand in keiner Sekunde Respektlosigkeit oder Gehässigkeit. Ich habe ihr sogar ein Getränk und einen Sitzplatz angeboten, aber sie hat abgelehnt. Weil ich es nicht fassen konnte, was da gerade passierte, habe ich mich kurzfristig dazu entschlossen einmal Klartext zu reden und ihr mitgeteilt, dass ich ihr Benehmen wirklich sehr idiotisch finde, mich diskriminiert und wie ein Untermensch fühle. „Kaufe nicht beim Juden“ wurde damals gesagt, also nicht weit von so manchen Linken entfernt. Ersichtlich bestürzt war sie, als ich ihr den Spiegel vorgehalten habe, denn einerseits tat ihr das eigene Verhalten leid, andererseits hatte sie ihre Ideologie im Kopf.

Meine Frau kam dann ins Wohnzimmer um nachzusehen, warum dies alles so lange dauerte. Wir standen dann zu dritt im Wohnzimmer und es war eine etwas merkwürdige Situation. Meine Frau fragte „Was da los sei?“, die Antwort war, dass die Decke doch nicht gekauft werden würde, weil sich damit ein FPÖ-Wähler zugedeckt habe. Meine Frau dachte anfangs es sei ein Scherz, doch einige Augenblicke später wurde sie eines besseren belehrt. Die Situation war so lächerlich, dass sie meine Frau fragte, ob sie jetzt die Decke kaufen würde oder nicht.

Schlußendlich gab sie mir dann wieder das Geld und nahm schweren Herzens die Decke mit, glücklich war sie damit nicht.

Mein Jahresrückblick 2018

Auf welche Themen ich dieses Jahr besonders meinen Fokus gelegt habe, möchte ich hier näher erläutern und begründen. Vorsicht, es ist auch politisch motiviert, aber nicht hauptsächlich.

Um tagespolitische Themen zu diskutieren, müsste man einen eigene Blog betreiben, das will ich hier nicht machen. Gratuliere, du zählst zu einer kleinen Elite, denn nicht jeder liest das hier (außer du verschickst den Link zu diesem Beitrag).

Von meinem Privatleben werde ich hier keine Worte verlieren, dazu ist das der falsche Platz. Aber was dich erwartet, sind folgende spannende Themen:

  • Smartphones für Kinder
  • WhatsApp-Abstinenz
  • Digitalisierung (5G)
  • Stromausfall (Blackout)
  • Schulauswahl

In fast jedem Beitrag sind Links zu themenbezogenen Videos, in denen näher auf die Thematik eingegangen wird. Wenn du dazu mehr Informationen haben möchtest, weil du neugierig geworden bist, sieh dir das Video an und/oder recherchiere selbst. In meinem Text steht nur eine kleine Einleitung und meine Ansicht dazu.

Smartphones für Kinder: Viele Eltern mit Kleinkindern werden sich über dieses Thema wahrscheinlich schon Gedanken gemacht haben, wenn nicht, ist es traurig, dann ist es ein Zeichen, dass sie die Gefahr total unterschätzen, wenn Kinder zu früh ein Smartphone besitzen. Die große Gefahr für Kinder besteht darin, dass sie ständig (auch Nachts) online sind, dadurch an Schlafstörungen leiden, sie kaum raus gehen, totale Abhängigkeit besteht und vor allem ihre kognitiven Fähigkeiten verlieren. In sozialen Netzwerken habe ich schon einige Umfragen gemacht, ab welchem Alter man Kindern Smartphones geben soll. Die Mehrheit meinte zwischen 10 – 14 Jahren. Ehrlich gesagt bin ich mit dieser Antwort nicht zufrieden, weil ich davon überzeugt bin, dass es einem Kind erst mit 14 Jahren ausgehändigt werden soll. Die Zeit davor ist so wichtig für das Leben, die sollte nicht mit so etwas vertan werden.

Dieses Video dauert 6 Minuten, sagt aber alles zu diesem Thema aus:

WhatsApp-Abstinenz: Jeder der diese App verwendet und mich in seinem Telefonbuch eingespeichert hat, schickt meine Kontaktdaten an Facebook (weil die nämlich seit 2014 zusammengehören) und das ohne meine Zustimmung! Siehst du nicht so schlimm? Wie wäre es denn, wenn es umgekehrt wäre? Hier liegt eine schwere Datenschutzverletzung vor und niemanden interessiert es. Es gibt viele gute alternative Messenger die auch schon viele verwenden, daher ist auch das Argument, dass „alle WhatsApp haben“ völlig haltlos. Wenn der Bekannten- und Freundeskreis tatsächlich nur WA haben, muss man eben etwas nachhelfen.

Digitalisierung: In den Schulen sollen schon ab der ersten Klasse Tablets zum Einsatz kommen, dies sehen viele als fortschrittlich, jedoch frage ich mich, was daran fortschrittlich sein soll, wenn Kinder im Alter von 6 Jahren zu Konsumenten erzogen werden sollen. Wie ich darauf komme? Man braucht sich hier nur die Kettenreaktion darauf anzusehen. Durch die Benutzung des Tablets entsteht eine Gewöhnung, dann eine Sucht (sehen wir ja an uns selbst). Dass Kinder davon abgeneigt sind, bezweifle ich. Die nachfolgende Entwicklung der Kinder habe ich schon oben im ersten Punkt geschrieben. Zur Digitalisierung gehört auch das Hochleistungs-Funknetz 5G, welches von Medien in den höchsten Tönen gefordert wird. Kritische Berichte liest man kaum darüber, wohl klar, nachdem man mit diesem Netzwerk alles im öffentlichen Raum in Echtzeit überwachen kann. Abgesehen davon hat dieses Netzwerk eine 100fach höhere Sendeleistung als das aktuelle 4G-Netz. Seht selbst, sehr interessantes Video:

Stromausfall (Blackout): Niemand, absolut niemand zieht ein Blackout, also einen großflächigen Stromausfall über eine längere Zeit, in Betracht. Weil es vielleicht weit hergeholt ist, aber ist es das wirklich? Eben nicht. Es gibt ständig großflächige Stromausfälle in europäischen Staaten, nur berichtet niemand davon. Zu glauben unsere Elektrizität sei unantastbar ist meiner Meinung nach sehr naiv und kann verhängnisvolle Konsequenzen nach sich ziehen. Damit Trinkwasser aus der Leitung kommen kann, benötigt es nämlich auch Strom, aber nicht nur das, die komplette westliche Nahrungsmittelversorgung hängt vom Strom ab. Auch Gründe für ein Blackout gibt es heutzutage mehr als sonst. Interessante Dokumentation: Addendum Bewusst möchte ich an dieser Stelle nicht vertiefen, weil es dann diesen Blog mit Informationen fluten und dadurch den Rahmen sprengen würde.

Schulauswahl: Die Anforderungen der Eltern an die Volksschule werden immer größer, aber nicht deshalb weil Kinder dort erzogen werden sollen, das sollen weiterhin die Eltern machen, sondern eher wegen der Inhalte die in den Schulen gelehrt werden und so mancher Veränderungen wegen dem hohen Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund. Zum einen finde ich auch die Entwicklung mit der Frühsexualisierung sehr bedenklich, zum anderen halte ich nichts davon wenn Kinder in die Rolle des anderen Geschlechts gezwungen werden sollen (Gender Studies). In sämtlichen Wiener Volksschulen gibt es immer mehr Schüler mit Migrationshintergrund, mittlerweile mehr als die Hälfte, und das führt zu einem Kulturkampf im Klassenzimmer, auf den ich keinen Bock habe. Dieser Artikel bestätigt es. Der Ursprung dieser Entwicklung ist in der 68er-Generation zu finden, aber das ist ein anderes Thema.

Ich würde mich über Kommentare sehr freuen!

Das Schachspiel aus marxistisch-queerfeministischer Perspektive

Das Schachspiel wird in intellektuellen Kreisen durchwegs als ein intelligentes und positives Spiel angesehen. Selbst linke Denker loben es und erkennen nicht die brutale rassistische, sexistische und neoliberale Realität hinter diesem Spiel. In meinem Kampf für mehr soziale Gerechtigkeit und internationale Solidarität möchte ich mit diesem Artikel die Welt über die menschenverachtende Natur des Schachspiels aufklären.

Ziel des Spieles ist es, den Gegner/die Gegnerin zu besiegen. Schon diese Grundhaltung ist zutiefst neoliberal. Anstatt friedlicher Koexistenz und zwischenmenschlichem Zusammenhalt wird hier kaltes Konkurrenzdenken, ja ein direkter Vernichtungskampf zum legitimen, sogar zum einzigen zielführenden Verhalten hochstilisiert. Schach verbindet die Menschen nicht, es schürt Hass und Konflikte. Zudem kommt das Spiel komplett ohne Zufallsereignisse, wie man sie aus anderen Spielen kennt, aus. Nur die Intelligenz der SpielerInnen zählt. Hinterlistige Manipulationen, komplexe, auf die Vernichtung des Gegners/der Gegnerin ausgerichtete Strategien werden belohnt. Intelligenz ist ein kapitalistisch-eurozentristisches Konzept. Im Raubtierkapitalismus des Westens gilt: Bist du nicht intelligent, bist du weniger wert. Im Schachspiel wird diese tödliche Mentalität sogar noch verstärkt. Bist du nicht intelligent, wirst du ausgerottet.

Das Spiel wird dadurch gewonnen, dass die Figur des Königs ausgeschaltet wird. Egal wie viele andere Figuren geschlagen werden, nur wenn der König fällt, ist das Spiel verloren. Der König wird also klar als wertvoller als seine UntertanInnen dargestellt. Und das obwohl er, nach dem als primitiv und wertlos dargestellten Bauern, die unbeweglichste und damit nutzloseste Figur am Feld ist. Allein aufgrund seines Status als König, als illegitimer Gewaltherrscher über das Proletariat, ist dieser patriarchale Ausbeuter mehr wert. Das Schachspiel verharmlost die unterdrückerische Gesellschaftsstruktur der feudalen Monarchie nicht nur, es programmiert sie direkt in die Köpfe seiner Opfer. Könige sind Übermenschen! Könige sind wertvoller!

Im Schachspiel stehen sich zwei Menschschaften gegenüber. Die Weißen gegen die People of Color. Das ist blanker Rassismus. Der/die weiße SpielerIn hat das Ziel, farbige Menschen auszurotten und zu vernichten. Je mehr, desto besser. Das Schachspiel kommt somit sehr nahe an die brutalen Vernichtungsphantasien der Nationalsozialisten heran. Der Holocaust an den Schwarzen ist im Schach nicht nur legitim, sondern sogar erstrebenswert.

Den ersten Spielzug darf immer Weiß machen. Eine regulatorische Manifestation von white priviledge. Hier werden weiße Machtkompexe und -strukturen verherrlicht. Nur weil sie weiß sind, dürfen die helleren Figuren als erste ziehen. Der erste Zug kann nur von einem Bauern oder einem Springer, also einem Pferd durchgeführt werden. Bauern und Tiere werden an die vorderste Front geschickt. Ihr Tod ist im profitorientierten Vernichtungskampf der unterdrückerischen Aristokratie nur ein Kollateralschaden in ihrem Kampf für die weiße Vorherrschaft und die Ausrottung der Schwarzen. Landwirte und Landwirtinnen, Pferde und Pferdinnen werden zu bloßen Objekten heruntergestuft, die es möglichst effizient einzusetzen gilt, um den größtmöglichen Profit aus ihrem Tod zu ziehen. Um die aussichtslose Situation der LandwirtInnen noch zu verschlimmern, ist es ihnen verboten, zurückzuziehen. Selbst wenn sie sich einem brutalen Angriff der gegnerischen Kavallerie ausgesetzt sehen, ist es ihnen nicht gestattet, ihr eigenes Leben zu retten und zurückzuziehen. Soll der Bauerntölpel doch sterben, der Profit ist wichtiger als sein Wohlbefinden. Folgt dem Führer bis in den Tod, ihr Untertanen!

Neben dem König besteht die aristokratisch-bürgerliche Unterdrückerklasse noch aus Läufern, die im Englischen bishop genannt werden, also chritlich-klerikalen Kooperateuren, aus Türmen und einer Dame, die einzige Frau. Diese Frau ist die stärkste Figur am Feld. Eine neoliberal beeinflusste Feministin sähe dies vielleicht als positives Zeichen an, doch in Wahrheit dient diese scheinbare Stärke der Dame nur ihrer Objektifizierung. Die Dame ist die stärkste, dennoch gilt es den König zu verteidigen und im Zweifelsfall darf auch sie es den bäuerlichen Untertanen gleichtun und für ihren Führer sterben. Solange sie noch lebt, wird sie im Spielverlauf nicht als Frau, nicht als Individuum wahrgenommen, sondern als bloßes Werkzeug, dass herum geschoben werden kann. Durch ihren strategischen kapitalistischen Wert ist die Dame auch besonders vielen Angriffen ausgesetzt. Weiß soll alle Dunkelhäutigen ausrotten, aber die dunkelhäutige Frau ist noch erbarmungsloser zu verfolgen. Die Stärke der Dame wird nicht als feministisches Statement genutzt sondern ist nur ein hinterlistiger Trick, um Frauenhass und Sexismus noch weiter zu fördern.

Die Türme können sich nur auf geraden Linien fortbewegen, dafür aber sehr schnell. In diesen Eigenschaften sind sie AfrikanerInnen sehr ähnlich, die weißen EuropäerInnen in Laufdisziplinen klar überlegen sind. Der Turm ist jedoch keine Anerkennung afrikanischer Überlegenheit, sondern, im Gegenteil, als antifarbiger Hohn zu verstehen. AfrikanerInnen haben nie mehrstöckige Gebäude errichtet, da sie durch europäische Kolonialherren unterdrückt wurden. Die Figur des Turmes macht sich über die Opfer rassistischer Verbrechen lustig.

Die Bischöfe sind einerseits eine Verherrlichung der Vermischung von Kirche und Staat, andererseits ein Zeichen der Zwangschristianisierung eines arabischen Spiels. Auch die Krone des Königs, die meist ein Kreuz beinhaltet, wurde von europäischen Ideenklauern christianisiert.

Das Spielbrett besteht aus 64 in marzialisch-militanter Formation angeordneten Quadraten. Absolute Regelmäßigkeit. Kein Spielfeld tanzt aus der Reihe. Keine Vielfalt, keine Buntheit. Nur schwarze und weiße Quadrate, in klassicher Nazi-Manier haargenau durchorganisiert. Bedeckt man einige Felder ist sogar ein Hakenkreuz erkennbar.

Mein Fazit. Das Schachspiel ist rassistisch, sexistisch, kapitalistisch, monarchistisch, klerikal, nationalistisch, neoliberal, völkisch, leistungsorientiert und erbarmungslos gegenüber Menschen mit individuell von der Norm abweichenden kognitiven Fähigkeiten. Es verharmlost oder bewirbt alles, was Unheil über die Erdbevölkerung gebracht hat. Wer es verabsäumt hat, sein Kind abzutreiben und sie deshalb erziehen muss, dem sei geraten, das Kind strikt von diesem Spiel fernzuhalten. Aus marxistisch-queerfeministischer Perspektive ist Schach sehr problematisch.

Patriotische Telegram-Kanäle

Ich möchte hier alle mir bekannten patriotischen informativen Telegram-Kanäle aufzählen, welche im Informationskrieg unverzichtbar sind.

Identitäre Bewegung

Mein Kanal

Sollten noch jemanden andere patriotische Kanäle bekannt sein, bitte ich darum, mir das mitzuteilen. Ich werde den dann hinzufügen.

Gedenkzug am Kahlenberg

Es war Samstag der 9. September 2017, Tag des Gedenkzuges am Kahlenberg. Leider konnte ich physisch aus mehreren Gründen nicht dabei sein. Trotzdem zog ich mir das schwarze IB-T-Shirt mit dem weißgelben Schriftzug an. Dann kam der Notarzt.

Am Nachmittag erkrankte unsere Tochter, sie hatte sich einen Virus eingefangen. Nichts blieb im Magen, selbst während sie schlief musste sie sich übergeben. Wir dachten, dass sich der Magen wieder von selbst beruhigen würde und riefen daher nicht gleich den Notarzt. Die Situation verbesserte sich überhaupt nicht, deswegen riefen wir dann gegen 20 Uhr doch den Notarzt, der nach einer viertel Stunde kam.

Ich öffnete die Tür. Der Arzt und sein Gehilfe kamen herein. Begrüßung. Er sah mein T-Shirt und fragte mit einem etwas spöttischem Unterton, ob ich denn heute gar nicht am Cobenzl bin. Ich antwortete höflich und nett, dass meine Familie wichtiger wäre. Währenddessen gingen wir zur Patientin ins Wohnzimmer, wo meine Frau und unsere Tochter auf der Couch warteten. Der Arzt erklärte wie die Untersuchung ablief. Meine Frau erklärte es unserer Tochter auf Ungarisch (sie sprachen immer auf Ungarisch miteinander) was der Arzt jetzt untersuchen muss um sie etwas zu beruhigen und vorzubereiten. Plötzlich sah mich der Arzt mit aufgerissenen Augen an und stellte die (rhetorische) Frage in den Raum (um zu provozieren) ob meine Frau nicht Deutsch sprechen müsste. Über diese Frage war meine Frau sichtlich irretiert, ich wusste worauf er hinaus wollte. Er nickte zu meinem T-Shirt und meiner Frau die Anspielung anzudeuten. Ich musste schmunzeln. Diese Konversation führten wir während der Untersuchung. Ich antwortete ihm lächelnd: „Nein, ich bin ja kein Rassist. Wie kommens denn da drauf?“ Er blieb ernst und machte seine Arbeit. „Naja, was man so in den Medien liest“, antwortete er. Jetzt wird es skuril, dachte ich mir. Ich fragte ihn, welche Medien das seien. „Standard und so“ versuchte er selbstsicher zu kontern, als hätte er mir jetzt das beste Argument geliefert, wo ich keine Antwort mehr hätte.

Spätenstens jetzt musste ich laut auflachen. „Welche politische Richtung er sich denn erwarten würde, wenn er den Standard liest“, habe ich ihn daraufhin gefragt. „Glaubens nicht alles was in der Zeitung steht“, warf ich noch hinterher. Eine Antwort kam dann keine mehr, die Zeit reichte nicht aus für eine tiefergehende Diskussion, er war mit seiner Arbeit fertig, verschrieb uns ein Rezept, erklärte uns was wie einzunehmen sei und sah auch noch auf seinem Handy nach, wo die nächste Nacht-Apotheke sei.

Nach dem Verabschieden gingen beide wieder. Sein Gehilfe, ein junger Student, hat die ganze Zeit nichts gesagt. Er hat mich auch die ganze Zeit nicht angesehen, dürfte von mir anscheinend sehr angepisst gewesen sein. Bestimmt auch ein Linker.

Was mir noch aufgefallen ist, während der ganzen Konversation hat sich der Arzt, der hocken musste, und immer wenn er zu mir sah, weil ich seitlich hinter ihm gestanden bin, sich im Wohnzimmer umgesehen hat. Seine Augen suchten permanent irgendetwas hinter und neben mir, vermutlich irgendwelche verbotenen Zeichen oder Symbole, um mich endgültig abstempeln zu können. Jedoch konnte ich ihm damit nicht dienen, weil es sowas bei uns nicht gab.

Ich möchte noch extra erwähnen, dass der Arzt immer sehr höflich und respektvoll war. Er half unserer Tochter mit bestem Wissen und Gewissen, auch wenn wir politisch einer konträren Meinung waren. Er war in keinster Weise überheblich oder arrogant. Ich fand diesen „Schlagabtausch“ erfrischend und etwas witzig. Hoffentlich denkt er nocheinmal über das Ganze nach und recherchiert richtig, anstatt sich auf eine linke Zeitung zu verlassen.

Blicke des Regenbogens

Als ich meine Tochter vom Kindergarten abholen wollte, spielte diese mit ihren Freunden im Garten. Das Wetter war schön. Die Kinder liefen herum, einem ihrer Freunde rutschte ständig die Hose runter, weil der Hosenknopf und der Reißverschluss offen war. Es war ihm egal, er spielte einfach weiter, zog sich halt die Hose rauf, aber es hielt ihn nicht vom Spielen ab. Ich machte ihn darauf aufmerksam. Er blieb stehen und bat mich die Hose zuzumachen, weil er es selbst nicht konnte.

In einer normalen Welt, hätte ich mir nie darüber Gedanken gemacht, ob ich dem Kind die Hose zumachen soll. Diese Frage hätte ich mir nie gestellt, weil ich nie abnormales im Sinn gehabt hätte. Ohne Bedenken wäre ich dieser Bitte nachgekommen und hätte wahrscheinlich auch noch das Gefühl gehabt etwas Gutes gemacht zu haben. Aber nicht 2017, denn jahrelange linke Gehirnwäsche machte jeden Menschen zu einem Triebtäter, der es wagte eine Frau als eine solche anzusehen. Bei Kindern wurde man besonders aufmerksam, weil Männer ja nur Patriarchen sind.

Ich beschloss dem Kind zu sagen, dass es sich von einer Betreuerin helfen lassen soll. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, weil ich dem Kind nicht erklären konnte warum ich ihm nicht half. Natürlich hat es mich etwas komisch angesehen. Es ist eine Schande, dass man heutzutage nicht einmal mehr ohne Bedenken einem fremden Kind die Hose zumachen kann. Vermutlich wäre es eh folgenlos geblieben, aber alleine schon die Tatsache, dass man sofort an eine Stigmatisierung der Gesellschaft denkt, die man nicht mehr los wird, ist erschreckend.

Der Garten des Kindergartens liegt im Innenhof vom Citygate, rundherum hunderte Balkone. Die Wahrscheinlichkeit dabei beobachtet zu werden, wäre sehr hoch gewesen. Nein, ich habe keine Paranoia, es geht mir rein um die theoretischen Möglichkeiten, wie so eine Situation zu Missverständnissen führen kann. Selbst wenn man nicht schuldig ist, wird man den Ruf durch die Stigmatisierung der Gesellschaft nicht mehr los. Laufen auf der einen Seite nur Gutmenschen herum, und auf der anderen Seite nur Pädophile oder anderswertige Verbrecher? Gibt es denn die goldene Mitte nicht mehr? Die Menschen, die noch normal denken können, ohne sofort eine Rolle einnehmen zu müssen?